Wer das Gefühl hat, dass die großen deutschen Leitmedien wichtige Zusammenhänge verschweigen oder schönreden, findet in MMnews einen Kanal, der genau diese Lücke füllen will. Das Portal mmnews.de existiert bereits seit Jahren als alternatives Nachrichtenangebot und betreibt seinen Telegram-Kanal als verlängerten Arm der redaktionellen Arbeit — mit Fokus auf Themen, die im öffentlich-rechtlichen Mainstream entweder anders eingeordnet oder schlicht weniger prominent platziert werden.
Inhaltlich bewegt sich der Kanal an der Schnittstelle von Wirtschaft, Finanzen und politischem Kommentar. Konkret bedeutet das: Beiträge über steigende Spritpreise und die staatliche Steuerbelastung, Analysen zu Energiekosten durch das EEG, geopolitische Entwicklungen rund um den Iran, NATO-Manöver und internationale Pressestimmen zu Trump. Dazu kommen Umfragewerte zur AfD oder Berichte über akademische Karrieren, die nach Kritik an der Corona-Politik gebrochen wurden. Die Posting-Frequenz liegt bei zwei bis vier Beiträgen täglich, teils mit kurzen redaktionellen Einordnungen, teils als reine Link-Weiterleitungen zur Hauptseite oder zu YouTube-Videos.
Der Ton ist dabei eindeutig positioniert. MMnews versteht sich nicht als neutral, sondern als Gegenstimme. Das zeigt sich in der Wortwahl — "Der Staat zockt ab", "Das darf nicht wahr sein" — aber auch in der Auswahl der verlinkten Quellen. Neben eigenen Artikeln erscheinen regelmäßig Links zu Tichys Einblick oder YouTube-Kanälen mit Namen wie "Schuberts Lagemeldung". Wer die politische Einordnung solcher Quellen kennt, weiß, wo MMnews ideologisch steht: klar rechts der politischen Mitte, mit ausgeprägter Skepsis gegenüber etablierten Institutionen, Mainstreammedien und staatlichen Narrativen.
Das ist gleichzeitig Stärke und Schwäche des Kanals. Stärke, weil er konsequent und ohne Verklemmtheit eine Perspektive einnimmt, die viele Leser als ihre eigene empfinden und die in ARD oder Spiegel kaum so direkt formuliert wird. Schwäche, weil die journalistische Trennlinie zwischen Analyse und Meinungsmache gelegentlich verschwimmt. Aussagen wie der Vergleich aktueller Gerüchte mit der Corona-Zeit und dem damaligen Tagesschau-Verhalten sind pointiert — aber auch anfällig dafür, Panik zu schüren, ohne belastbare Belege zu liefern.
Mit rund 31.600 Abonnenten hat der Kanal eine solide, treue Gemeinde aufgebaut — nicht riesig, aber für ein deutschsprachiges Alternativmedium durchaus respektabel. Die Leserschaft dürfte überwiegend aus Menschen bestehen, die dem politischen Establishment und den Leitmedien misstrauen, wirtschaftsliberal oder nationalkonservativ denken und Nachrichten aktiv gegen den Strom suchen.
Fazit: MMnews offiziell ist kein ausgewogenes Nachrichtenangebot, gibt sich damit auch nicht ab. Wer eine kritische Gegenperspektive zu etablierten Medien sucht und mit der politischen Verortung des Kanals leben kann, findet hier täglich Lesestoff. Wer hingegen journalistische Neutralität erwartet oder bei alarmistischen Formulierungen skeptisch wird, sollte den Kanal allenfalls als eine von mehreren Quellen nutzen — und nicht als die einzige.
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Häufige Fragen zu MMnews offiziell